I´m addicted to you...



Man kann von so vielem so schnell abhängig werden. Von Alkohol, Zigaretten, anderen Drogen- heutzutage von fast allen Konsumprodukten, die man so bekommen kann.
Dann gibt es wiederum andere Menschen, die nicht von Dingen abhängig sind, süchtig sind nach Dingen, die ihnen schaden, sondern süchtig nach Dingen, die ihnen gut tun.
Dinge, die ihnen Spaß machen und Dinge, die ein Bestandteil ihres Lebens geworden sind, ohne den sie sich ihr Leben nicht mehr vorstellen können.
Zu dieser Gruppe gehöre ich.

Und bevor hier jemand meint ich wäre ein Vollprofi in Sachen Geige- nein, bin ich nicht und will ich auch nicht sein. Denn ich spiele Geige, weil es mir Spaß macht und weil es etwas ist, dass mir wichtig geworden ist in der Zeit in der ich das Instrument schon spiele. Ich will damit weder professionell auftreten noch Geld verdienen oder berühmt werden.
Und das ist der für mich springende Punkt.
Ich spiele Geige, weil ich das tun will und nicht weil jemand das für mich entschieden hat.
Ich spiele Geige, weil ich mir das so ausgesucht habe.
Und aus diesem Grund bin ich bei Vorspielen oder Auftritten immer so nervös und aufgeregt. Nicht, weil ich Angst habe etwas falsch zu machen- nein, das ist nur nebensächlich.
Nein, ich habe Angst vor Auftritten, weil ich dabei etwas persönliches, etwas privates das tief in mir verwurzelt und mir extrem wichtig ist, preis gebe.
Weil ich Angst habe, dass ich ausgelacht werde, wenn ich mich so bloß stelle und es dann nicht so rüberkommt, wie es eigentlich hätte sollen.


Ein Instrument zu spielen ist für mich eines der schönsten Dinge auf der Welt. 

 

Man kann darin seine Gefühle widerspiegeln, man kann sich darin voll und ganz verlieren und aufblühen in der Musik.
Mit meiner Geige kann ich mich ablenken, stundenlang. Ich kann damit meine Gedanken sortieren und ordnen.
Ich kann, wenn ich Geige spiele ohne Angst haben zu müssen, dass ich mich bloß stelle, ich sein.
Wenn ich Geige spiele, dann bin ich ich.

Liebe Grüße, Franzi