Alles gut.


Nach einer weniger stressigen, aber anstrengenden Woche melde ich mich endlich zurück. Nächste Woche wird zwar Stress pur und eigentlich sollte ich diese Zeit jetzt zum Lernen nutzen, aber ich möchte nicht schon wieder zwei Wochen aussetzen und nichts von mir hören lassen.

Mir geht es gut. Trotz einer stressigen Klausurenphase freue ich mich auf jeden einzelnen Schultag. Einerseits gibt es immer ein Schulfach, auf das ich mich freue und andererseits freue ich mich über jede Minute, die ich mit meinen Freunden verbringen kann, da wir nicht immer in den gleichen Kursen sitzen. Bis auf Mathe kann ich mich nicht über die Noten beschweren und die Klausurenphase ist nächste Woche auch geschafft.

Mir geht es gut. Ich habe mich dieses Jahr sogar dazu aufgerafft, Workout- Videos nicht nur anzuschauen, sondern auch mitzumachen und hoffe, dass das auch so bleibt (es gibt einige tolle Einsteiger- Videos auf Youtube), damit sich dieser Vorsatz nicht in Luft auflöst (ja, ich habe doch noch einen Vorsatz gefunden).

Mir geht es gut. Aber nicht nur mir geht es gut, sondern uns allen.
Wir leben alle in einem Land, dass nicht von Terror beherrscht wird (und ich bete, dass das auch so bleibt), in einem Land in dem man sich nicht beklagen kann- trotz den vermeintlich großen Problemen mit den Flüchtlingen, in der Politik oder was weiß ich. Natürlich gibt es Probleme mit ihnen, aber die kann man zur Genüge im Internet finden, man liest sie täglich in der Zeitung oder hört es im Radio- also spare ich mir den Teil.

Uns geht es gut. Weil wir nicht vor Krieg, Leid und Terror fliehen müssen. Weil wir nicht tagtäglich um unser Leben und unsere Zukunft bangen müssen. Weil wir uns nicht jede Tag fragen müssen, ob wir einen nächsten Angriff überleben.
Wie viel Angst muss ein Mensch haben, wie viel Leid muss ein Mensch ertragen, wie viel Schrecken braucht es, um diese Menschen dazu zu bewegen, aus ihrem Land zu fliehen. Diese Menschen lassen alles hinter sich- ihr Hab und Gut, ihre Familie, ihre Heimat, ihr Leben und ihre Erinnerungen- und nehmen die Gefahr auf sich, auf ihrer Flucht zu sterben. Nehmen die Gefahr auf sich, abgelehnt und abgeschoben zu werden.
Sie fliehen nach Europa, ohne eine Sprache dort zu verstehen, geschweige denn zu sprechen- weil sie Hoffnung mit Europa verbinden. Sie verbinden uns mit einer sichereren Zukunft, mit der Hoffnung auf ein Leben ohne Angst und nehmen Gefahren auch sich, die für mich persönlich unvorstellbar sind.
Wie schlecht musste es ihnen gehen, wenn sie weniger Angst vor einer solchen Flucht haben, als in ihrem Heimatland zu bleiben? Welches Leid müssen sie erfahren haben?
Uns geht es gut. Und ich finde es unerträglich, dass Menschen den Begriff „Flüchtlinge“ missbrauchen, um sie als Terroristen oder Ähnliches zu beschimpfen. Diese Pauschalisierungen sind unmöglich und stehen mir bis zum Hals, denn sie tun denjenigen Unrecht, die vor dem Terror fliehen und nicht zu uns kommen, um ihn bei uns zu verbreiten.
Uns geht es gut. Und wir müssen denjenigen helfen, denen es so schlecht geht.


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende :)

Kommentare