Low Budget-Fotografie



Nach langer, sehr langer, Pause bin ich wieder da.
Ja ich weiß, das habe ich schon öfter gesagt und vielleicht wirkt es für den einen oder anderen von euch unglaubwürdig, aber vergesst bitte nicht, das farbstille ein Hobby für mich und das bayrische Abitur kein Wunschkonzert ist. Kommt dann auch noch ein Schicksalsschlag in der engsten Familie hinzu ist es hoffentlich verständlich, wenn ich meine Prioritäten entsprechend gestaltet habe.

Wie dem auch sei, heute habe ich endlich wieder eine kurze Verschnaufpause und dachte mir, die nutze ich für euch. Ich glaube viele von euch kennen das Problem: Man will die wunderschönen Eisblumen oder die zarten Knospen der ersten Frühlingsboten mit beeindruckenden Makroaufnahmen einfangen, doch das passende Makroobjektiv fehlt. Wie ich dieses kleine große Defizit ausgleiche möchte ich euch heute erklären.

Als erstes braucht man natürlich ein Motiv, das man ablichten möchte. In den meisten Fällen dürfte das jedoch schnell gefunden sein, deshalb machen wir gleich mit meiner Kamera weiter.
Ich benutze die Canon EOS 1200D mit dem Standard- Objektiv (18-55mm, f/3,5-5,6), denn ein richtiges Makroobjektiv ist für mich als Schülerin preislich einfach nicht drin. Ich persönlich fotografiere am liebsten entweder im AV- Modus (Halbautomatik) oder im M- Modus (Manuell), weil ich damit genug Spielraum für den ISO- Wert, die Blende und die Belichtungszeit habe und trotzdem gute Ergebnisse erzielen kann.


Probiert doch mal aus, die Blendenzahl zu verändern (je größer, desto größer ist die Tiefenschärfe im Bild) oder fotografiert beabsichtigt mit Gegenlicht.
Worauf ich außerdem achte ist der manuelle Fokus – ich kann euch nur wärmstens empfehlen den Autofokus abzuschalten, damit kommt man nicht weit. Sei es, weil die Kamera zu lange braucht und das Motiv schon weitergeflogen ist oder sei es, weil immer das falsche Detail fokussiert wurde: das Fokussieren kostet euch nur unnötig Akku, also MF an.

Ein weiteres Problem sind verwackelte Bilder. Klar, hier auf dem Blog ist kein einziges davon zu sehen, aber glaubt mir, wenn ich sage, dass 3/4 der Bilder für die Tonne sind. Einerseits kann ein Stativ Abhilfe schaffen, da findet ihr auf Amazon immer wieder preiswerte Schnäppchen, die sich auch ein Schüler leisten kann, aber was macht man dann mit einem Motiv in Bodennähe? Eines an das man mit einem Stativ nicht rankommt?
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Ihr macht es wie ich und schmeißt euch voller Elan auf den Boden, wenn´s sein muss auch mal in den Dreck – Hauptsache das Foto sitzt.
Oder 2. Ihr nehmt euch eine Plastiktüte oder Ähnliches zum Drauflegen mit und bringt die auch nach der Fotosession wieder mit (!). Natürlich kann auch ein Baumstumpf oder ein Stein als Stativ dienen, wichtig ist nur, dass eure Kamera sicher steht.


Wenn es euch allerdings zu umständlich ist ständig ein Stativ mitzuschleppen, dann probiert mal folgendes: Habt ihr ein Motiv gefunden fokussiert ihr es wie gewohnt und atmet ruhig ein. Erst wenn ihr ausatmet löst ihr aus, so machen es ironischerweise auch die Schützen in Armeen, wenn sie Ziele fokussieren.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Erfahrungen etwas weiterhelfen – erzählt doch mal in den Kommentaren, was ihr an Tipps gesammelt habt, wenn es um gute Makroaufnahmen geht.

Einen schönen Sonntag und schöne Osterferien wünsch´ ich euch, Franzi.

Kommentare

  1. Mach Dir keinen Kopf. Schön das Du deine Pause wieder beendet hast.

    LG, Gerd

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    1. Danke dir! Demnächst geht´s in die heiße Phase, da wird es wohl nochmal ruhiger um farbstille, aber nach Mai habe ich wieder mehr Zeit für das Bloggen. :)

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