Zitiert #1



Für meinen Instagram-Account bin ich immer auf der Suche nach guten Zitaten, die ich in meine Bildunterschrift einfügen kann. Natürlich passend zum Bild und passend zur Fotografie, die bekanntlich eine große Rolle für mich spielt. Ein Zitat das ich gefunden habe hat mich etwas zum Nachdenken gebracht und mir die Idee für eine neue Blogkategorie geliefert. Zitate über die Fotografie bieten Gesprächsstoff und Platz für Interpretationen.
Lasst uns also reden über Henri Cartier-Bresson. Er war ein französischer Fotograf, der vorallem für seine Bilder der Befreiung von Paris im zweiten Weltkrieg und seine SW-Fotografien bekannt wurde. Gebt doch mal in die berühmte Suchmaschine seinen Namen ein, dann findet ihr genügend Beispiele. Mir gefallen sie sehr. Er starb übrigens erst 2004, das heißt einige könnten ihn noch kennen. Bresson schien vorallem auf die Bildkomposition Wert zu legen, ein Thema, das für mich persönlich Geschamckssache ist. Denn: Regeln sind da um gebrochen zu werden und genau das finde ich gut an der Fotografie, man kann sich an feste Regeln halten oder bewusst experimentieren. Mit beiden Methoden können geniale Fotos entstehen und den Betrachter fesseln. Das bereits angesprochene Zitat, dass mich nachdenklich gestimmt hat stammt von eben diesem Fotografen Henri Cartier-Bresson.
„Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.“
Recht hat er. Besonders in der Zeit der sozialen Netzwerke werden unsere Sinne mit Reizen überflutet, man gönnt sich kaum die Zeit ein Foto intensiv zu betrachten, denn das nächste ist nur einen Klick entfernt. Wenn man sich allerdings bewusst Zeit nimmt um ein Foto zu entdecken, dann dauert das eben länger als nur eine Sekunde. Leider schaffen es heutzutage Bilder nur dann Menschen zum Hinsehen zu bewegen, wenn es sich um Momentaufnahmen von Katastrophen und Schicksalsschlägen handelt, nur selten gewinnt ein ästhetisch reizvolles Bild den Betrachter für sich.
Warum also nicht einmal bewusst Bilder entdecken? Abseits vom Fokus, den der Fotograf gewählt hat um den Blick des Betrachters zu lenken. Dort finden sich oft wertvolle Details, die ein Foto erst richtig interessant machen.
Natürlich könnte man das Zitat auch auf das unbewusste Wahrnehmen eines Menschen beziehen, es ist eben Interpretationssache wie man ein Zitat auffasst. Dass ein Bild nur dann gut ist, wenn der Betrachter, ohne es bewusst zu wollen, gefesselt wird von dem Inhalt und dem Fot im Allgemeinen ist also eine zweite Möglichkeit. Mir persönlich ist es eigentlich egal, welche Variante denn nun stimmt, Tatsache ist, dass Henri Cartier-Bresson mit seinen Werken definitiv geschafft hat was er sagte. Man schaut sich seine Fotografien an-lange und genau.

Wie steht ihr zu dessen Aussage? Stimmt ihr mir zu oder seid ihr anderer Meinung, lasst es mich in den Kommentaren wissen.
Liebe Grüße, Franzi.

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