Haare spenden tut nicht weh.








Seit 2015 sind sie gewachsen, unglaubliche zwei Jahre war ich nicht mehr beim Friseur, um bloß keinen Zentimeter zu vergeuden. Und jetzt, 2017, habe ich mir 30cm abschneiden lassen um den Zopf zu spenden.
Ich wusste lange nicht, dass das überhaupt möglich ist, bin nur durch Zufall über ein Youtube-Video vor zwei Jahren darauf gestoßen und war sofort Feuer und Flamme. Es hört sich so banal und irgendwie komisch an, wenn man sagt: „Ich spende meine Haare“.  Aber es ist nicht komisch, es ist ein Zopf der neues Selbstbewusstsein und neue Kraft schenken kann.

Soweit ich mich richtig erinnere braucht man für eine komplette Echthaarperücke mindestens fünf solcher Zöpfe, die mindestens 25 bis 30cm lang sein müssen. Einige Zentimeter gehen nämlich durch das Knüpfen verloren, sprich mit meinem Zopf wird es wohl eher eine Kurzhaarfrisur werden. Je nachdem, welche Organisation man wählt, gibt es verschiedene Kriterien, die eure Haare erfüllen sollten. Beispielsweise die bereits erwähnte Länge. Besonders gefragt sei blondes, unbehandeltes Haar, also möglichst ohne jemals gefärbt worden zu sein, da sonst die Qualität der Perücke darunter leidet und die Verarbeitung der Haare erschwert sei.

Die Organisation, für die ich mich entschieden habe, spendet entsprechend der Haarqualität (Spliss, gefärbt o.Ä.) Geld an die Deutsche Krebshilfe oder an die Kinderkrebshilfe „Horizont“. Man hätte auch eine andere Organisation angeben können, ich habe mich allerdings für die Kinderkrebshilfe entschieden:

Wer sich nun fragt, wer denn freiwillig seine langen Haare abschneidet: Menschen wie ich, die sie nur zu diesem Zweck lang werden ließen zum Beispiel. Viele andere tolle Spender findet man übrigens auf Facebook. Warum sollte ich meine Haare denn behalten, wenn sie mich nur nerven? Sie verhaken sich mit der Jacke, die Haarpflege ist zeitraubend, sie fallen ins Essen und stören beim Arbeiten. Und bevor ich sie nur im Pferdeschwanz mit mir herumtrage mache ich lieber etwas Sinnvolles und schenke sie jemandem, der krankheitsbedingt keine eigenen Haare mehr hat. Meine wachsen wieder, anders bei bestimmten Krankheiten.
Vielleicht ist auch unter euch der ein oder andere, den seine Haarpracht stört, der eine gute Tat vollbringen und anderen Glück schenken möchte. Haare spenden tut nicht weh!

Liebe Grüße, Franzi. 

PS: Ich weiß, ich sehe auf dem ersten Bild echt grauenvoll aus, aber hey: Ich bin kein Fashionblogger und will das auch nicht sein.

//Hierbei handelt es sich in keinster Weise um eine Kooperation, genauso wenig werbe ich für die Organisation. Ich informiere aus freiem Willen und ohne Gewinnabsichten über eine Möglichkeit Gutes zu tun.

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